Geldof soll Grönemeyer milde stimmen

Geldof soll Grönemeyer milde stimmen Laut einem Protokoll eines Vorbereitungstreffens im Berliner Kanzleramt zum G-8-Treffen soll Bob Geldof seinen Musikerkollegen Herbert Grönemeyer milde stimmen. Der Brite habe das versichert, weil Kanzlerin Merkel die Entwicklungshilfe um 750 Millionen Euro aufgestockt habe.

Die «Süddeutsche Zeitung» hatte aus einem (geheimen) fünfseitigen Protokoll des Gipfel-Vorbereiters Bernd Pfaffenbach von einem Treffen am 20.Mai im Kanzleramt zitiert, an dem angeblich neun Personen teilnahmen. Unter Punkt «5.-Afrika» findet sich nach Angaben des Blattes die Passage: «Für den Gipfel will die Bundeskanzlerin ankündigen, dass Deutschland 750 Millionen zusätzlich 2008 in den Haushalt einstellt. Bob Geldof habe ihr versichert, dass bei einem solchen Schritt er persönlich auf Kritiker wie Herbert Grönemeyer Einfluss nehmen werde, um deren Kritik zu mässigen.»

Kein Kommentar der Regierung

Der Sprecher der deutschen Regierung, Ulrich Wilhelm, sagte in Berlin, die Bundesregierung wolle «grundsätzlich interne Papiere nicht kommentieren». Merkel führe seit Wochen Gespräche über die Aufstockung der Entwicklungshilfe. Ihr gehe es darum, auf dem G-8-Gipfel zusätzliche Mittel für Afrika zu mobilisieren, die dann auch gezielt und sinnvoll eingesetzt werden sollen.

Geldof und Bono: Konzert am Donnerstag in Rostock

Der Sänger und Afrika-Aktivist Bob Geldof hatte in der vergangenen Woche eine «Rettet-Afrika»-Ausgabe der «Bild»-Zeitung als Chefredakteur des Blattes für einen Tag fabriziert. Auch Merkel gab ihm ein Interview. Geldof tritt gemeinsam mit Grönemeyer und dem U2-Sänger Bono am Donnerstag in Rostock bei einem Konzert anlässlich des G-8-Gipfels und den Protesten dagegen auf. (cpm/ap)

( 2007-06-04 - Quelle: www.tagesanzeiger.ch )
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