Afrika-Helfer Bob Geldof wird BILD-Chefredakteur für einen Tag

Afrika-Helfer Bob Geldof wird BILD-Chefredakteur für einen Tag Geldof wird Chefredakteur von Europas größter Tageszeitung

Der Musiker Bob Geldof (52) wird Ende Mai für einen Tag den Posten von BILD-Chefredakteur Kai Diekmann (42) übernehmen.

Der irische Musiker setzt sich seit Jahrzehnten für die Ärmsten der Armen ein, kämpft zusammen mit U2-Sänger Bono für den Schuldenerlass für die Dritte Welt. Geldof organisierte die Mega-Musik-Ereignisse „Live Aid“ und „Live 8“.

Nun will er als Chef von Europas größter Tageszeitung etwas bewegen und gemeinsam mit der Redaktion eine BILD-Ausgabe zum G-8-Gipfel erstellen.

Diese ungewöhnliche Aktion ist Teil einer Kooperation zwischen Bob Geldof und BILD im Vorfeld des G-8-Gipfels, der vom 6. bis zum 8. Juni 2007 im Ostseebad Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern) stattfindet.

Ziel ist es, mit verschiedenen gemeinsamen Projekten die Aufmerksamkeit der rund zwölf Millionen BILD-Leser auf die Probleme der Dritten Welt und die Zukunft des afrikanischen Kontinents zu lenken.

BILD-Chefredakteur Kai Diekmann: „Die Zusammenarbeit mit Bob Geldof ist eine großartige Gelegenheit für BILD, mit prominenter Unterstützung vielen Lesern die Bedeutung des G-8-Gipfels vor Augen zu führen. Das Leid und die Probleme Afrikas sind längst nicht so weit entfernt, wie viele von uns denken. Ich freue mich darauf, von einem ausgewiesenen Experten wie
Bob Geldof für einen Tag vertreten zu werden.“

In Berlin hatte Bob Geldof gemeinsam mit dem früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan eine Initiative mit dem Namen „Africa Progress Panel“ (APP) ins Leben gerufen. Das Ziel: die Kontrolle der G-8-Verpflichtungen gegenüber Afrika.

Die G-8-Staaten hatten 2005 beim Gipfeltreffen im schottischen Gleneagles einen umfassenden Aktionsplan für Afrika beschlossen, der eine Verdoppelung der Entwicklungshilfe auf 50 Milliarden US-Dollar bis 2010 vorsieht. Zudem vereinbarten die Staats- und Regierungschefs, die ärmsten Länder der Welt von 40 Milliarden Dollar Schulden zu entlasten.

Wer ist Geldof, der Mahner für Afrika und die Dritte Welt?

Mitte der 70er Jahre wurde er als Sänger der Gruppe „Boomtown Rats“ berühmt. Der bekannteste Song: „I Don′t Like Mondays“ (handelt von einem Amoklauf, der tatsächlich stattfand). Nach dem Ende der „Boomtown Rats“ machte Geldorf solo weiter, konzentrierte sich aber mit den Jahren immer stärker auf sein soziales Engagement. 1985 staunte die Welt über das „Live Aid“-Konzert, an dem fast jeder Weltstar teilnahm. Dann das weltweite „Live 8“-Konzert am 2. Juli 2005 mit Bühnen in in Berlin, London, Rom, Paris, Philadelphia, Tokio, Johannesburg, Moskau und Barrie.

Für seine Verdienste wurde Geldof 2006 erneut für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Von der Queen wurde er geadelt, darf den Titel „Sir“ jedoch nicht tragen, da er als Bürger der Republik Irland kein Bürger des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland oder des Commonwealth of Nations ist.

( 2007-04-27 - Quelle: www.bild.t-online.de )
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