BBC / Phoenix zeigt „Geldof in Afrika”

BBC / Phoenix zeigt „Geldof in Afrika” Hamburg - Die Hungerkatastrophe in Äthiopien war der Anstoß für den Rockmusiker Bob Geldof, das 1985 weltweit übertragene Benefizspektakel "Live Aid" zu organisieren. 20 Jahre später machte er sich auf eine Reise durch Afrika, die in Tansania begann und in Äthiopien endete. Er wurde im Auftrag der BBC von einem Kamerateam begleitet, das unter der Regie von John Maguire eine sechsteilige Dokumentation drehte. "Geldof in Africa" wurde im vergangenen Jahr in Großbritannien ausgestrahlt und kommt von diesem Montag (22.15 Uhr) an bei Phoenix ins deutsche Fernsehen.

Im ersten der jeweils 30 Minuten langen Teile ("Der leuchtende Kontinent") stellt Geldof zu den atemberaubenden Bildern, für die die Kameramänner Roger Chapman and Chris Openshaw mit dem Preis der britischen Cameraman Guild ausgezeichnet wurden, die Schönheit des Ngoro-Ngoro-Kraters in Tansania vor. Und er gibt eine Übersicht über die Extreme des afrikanischen Kontinents, die den Menschen schon immer einen Kampf gegen die Natur, das Klima und die geographische Lage aufgezwungen haben. Wie auch in den anderen Teilen präsentiert Geldof in Bildern und Texten das Neben- und Miteinander von alten Traditionen und modernen Einflüssen.

Die Reise führt ihn auch ins Massailand und zu dem kleinen Stamm der Hadza-Nomaden, die heute noch so leben wie vor Tausenden von Jahren. Der erste Teil der Reise endet im heftig umkämpften Grenzgebiet zu Somalia. Der zweite ("Kakao, Sklaven und Gold") führt ihn nach Ghana, wo früher sowohl die Gold- als auch die Sklavenküste war. Mit einem klapprigen Peugeot geht es auf der alten Sklavenstraße nach Benin. Der dritte Teil ("Im Herzen der Finsternis") beleuchtet die grausige Vergangenheit des Kongo, als Belgiens König Leopold dort seinen eigenen Sklavenstaat errichtete. Und auch das Chaos der Gegenwart wird gezeigt, das Leben in Armut mit Aids, Aberglauben und Misstrauen gegenüber der modernen Medizin.

Teil vier ("Grenzenlose Leere") zeigt das Leben in der und um die Sahara. Und in der fünften Folge ("Die Reiter der Apokalypse") ringt Geldof mit der Fassung, als er aus dem Norden Ugandas über schier Unfassbares berichtet: Kinder werden von einem selbst ernannten Milizenführer als Mörder, Folterer und Entführer anderer Kinder missbraucht. In Gruppen flüchten sich Kinder nachts in vermeintliche oder tatsächliche Sicherheit. Und in Äthiopien endet die Reise mit dem sechsten Teil ("Abschied und Hoffnung"). Geldof beendet die Serie mit einem Rückblick, der zugleich eine Liebeserklärung an den wunderbaren Kontinent und seine außergewöhnlichen Menschen ist.

Die Sendezeiten der Teile zwei bis sechs sind der 2., 3., 4., 7. und 9. August, jeweils 22.15 Uhr.

(dpa)

( 2006-07-28 - Quelle: www.ksta.de )
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