Bob Geldof drängt Deutschland zur Afrika-Hilfe

Bob Geldof drängt Deutschland zur Afrika-Hilfe Berlin - Der irische Popstar Bob Geldof drängt die deutsche Regierung, die zugesagte Hilfe für Afrika zu leisten. «Wir alle verstehen, dass Deutschland wirtschaftlich eine schlechte Zeit hinter sich hat. Aber, offen gesagt, zählt das diesmal nicht, weil ihr die Rezession abgeschüttelt habt», sagte der Musiker dem «Tagesspiegel». Vor dem deutschen G-8-Gipfel im Juni werde es eine ausgeklügelte Kampagne geben, zu der Veranstaltungen mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt gehörten. Es seien auch ein großes Konzert in Rostock und eine besondere Folge der ZDF-Show «Wetten, dass...?» geplant.

Kritisch äußerte sich Geldof zum G-7-Finanzministertreffen am nächsten Freitag und Samstag in Essen, bei dem die Hilfe für Afrika wenig Raum einnimmt. Die Staaten sollten aus ihrem eigenen Interesse in Afrika aktiv werden und den Markt nicht China überlassen. «Die Geldleute sollen aufhören, nach Abkürzungen zu suchen. Es gibt keine Abkürzungen», sagte er. «Wir reden über die sieben größten Volkswirtschaften, über Billionen und Aberbillionen Dollar und einen Markt vor eurer Haustür. Das sollte der deutsche Finanzminister ansprechen, statt über Hedgefonds zu reden.» Peer Steinbrück hat für das Treffen eine Initiative zur besseren Kontrolle von Hedgefonds angekündigt.

Geldof kritisierte, Steinbrück bleibe hinter den Zusagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück. «Es ist naiv vom Finanzminister, zu sagen, wir können nicht helfen, weil wir Schulden haben», meinte er. «Deutschland muss die Ausgaben um 620 Millionen Dollar Jahr für Jahr erhöhen, um das Versprechen zu halten. In diesem Jahr beträgt der Rückstand ungefähr zwei Drittel», erläuterte er mit Blick auf die Vereinbarung des G-8-Gipfels von 2005 in Gleneagles, die Hilfen für Afrika bis 2010 zu verdoppeln. (dg)

( 2007-02-08 - Quelle: www.net-tribune.de )
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