„Dinner for One“ mit Geldof und Riemann

Spot zur deutschen G-8-Präsidentschaft

Berlin – „Dinner for One“ steht auch an diesem Silvesterabend ganz oben in der Gunst von Millionen Fernsehzuschauern. Den zentralen Satz des Sketches – „The same procedure as every year“ (Derselbe Ablauf wie in jedem Jahr) – greift ein kritischer Spot zur deutschen G-8- Präsidentschaft auf, der in diesen Tagen in Kinos, im Fernsehen und auf Websites zu sehen ist.


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Der irische Sänger und Aktivist Bob Geldof tritt in dem Schwarz-Weiß-Film gemeinsam mit der deutschen Schauspielerin Katja Riemann auf. Alle drei Sekunden sterbe ein Kind an den Folgen der Armut, dagegen sollten die Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands (G 8) bei ihrem Gipfeltreffen in Heiligendamm im Juni etwas unternehmen, lautet die Botschaft.

Der Spot wurde im Dezember im Studio Babelsberg abgedreht. Regie führte der Werbefilmregisseur Niko Karo. Sämtliche Mitwirkenden verzichteten auf ein Honorar. In Auftrag gegeben hat den Spot die Organisation Data, die im Jahr 2002 von dem Popstar Bono gegründet wurde und sich für mehr Hilfe für Afrika einsetzt. Bono und Geldof riefen 2005 gemeinsam die Kampagne „Live 8“ ins Leben und übten mit einer weltumspannenden Konzertserie Druck auf den damaligen G-8-Gipfel unter britischer Präsidentschaft aus. In den vergangenen Monaten haben sich die beiden Musiker bereits mit einer ganzen Reihe von Vertretern der Bundesregierung getroffen, um ihre Themen zu platzieren.

Geldof erklärte, der Spot habe eine sehr ernste Botschaft, auch wenn er von Comedy inspiriert worden sei. „Afrika ist nur acht Kilometer von Europa entfernt. Wir können die Armut nicht weiter hinnehmen, die unsere Nachbarn in großer Zahl tötet. Der 2007er G-8-Gipfel ist Deutschlands Chance, diesen Wahnsinn zu stoppen.“ In dem Spot treten Dutzende Kinder mit Kerzen auf, die eines nach dem anderen verschwinden, während die Erwachsenen reden.

Afrika und der Kampf gegen Aids soll auf Bestreben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eines der zentralen Themen der deutschen Präsidentschaft werden. Allerdings will die Bundesregierung auch die Weltwirtschaft wieder stärker ins Zentrum rücken und so zu den Ursprüngen der G 8 zurückkehren.

( 2006-12-30 - Quelle: www.tagesspiegel.de )
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