Kollektiver Siegestaumel

Kollektiver Siegestaumel Der Fan-Randale in Stuttgart zum Trotz: Nach dem Einzug der deutschen Nationalelf ins Viertelfinale kennt die Begeisterung auch im Südwesten keine Grenzen.

Viele Public-Viewing-Plätze mussten wegen des großen Andrangs geschlossen werden. Auf dem Stuttgarter Schlossplatz drängten sich die Fans bereits lange vor Spielbeginn. An den Zugangsschleusen hatten sich lange Schlangen gebildet. Die Polizei zählte bis zu 80.000 Fans. Nach dem Sieg der deutschen Mannschaft fegte ein Jubelsturm über den Schlossplatz. Tausende schwenkten ihre schwarz-rot-goldenen Fahnen und schrien ihre Freude über den souveränen Einzug ins Viertelfinale heraus.

Wenige Minuten nach dem 2:0-Erfolg über Schweden bildete sich ein Autokorso. Kurz nach dem Anpfiff seien jedoch mehrere Rauchbomben gezündet worden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war im Dauereinsatz, vorwiegend handelte es sich bei der Hitze um Herz-Kreislaufprobleme.

"So seh′n Sieger aus"

In Kaiserslauterns Innenstadt waren es rund 30.000 Besucher. Auch dort wurden die großen Public-Viewing-Areale frühzeitig geschlossen. Auch auf der Fan-Meile war kaum noch ein Durchkommen. Nach dem Spiel gab es Freudentänze und Bierduschen. Überall erschallten Gesänge: "So seh´n Sieger aus", "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" und der WM-Hit "54, 74, 90, 2006".

Die Jubelfeiern blieben weitgehend friedlich, die Polizei musste lediglich sieben Personen vorübergehend aus dem Verkehr ziehen. Einer von ihnen hatte laut Polizei auf einem voll besetzten Public-Viewing -Platz ein Leuchtfeuer entzündet. Fünf andere hatten zu viel Alkohol getrunken und danach randaliert. Ein anderer Mann wurde beim Aufbrechen eines Autos ertappt.

Vielumjubeltes Konzert von Bob Geldof

In Stuttgart ging die Party bis in die Nacht weiter. Ungeachtet der Fan-Randale in der Innenstadt gab Bob Geldof nach dem zweiten Achtelfinalspiel zwischen Argentinien und Mexiko ein vielbejubeltes Konzert auf dem Schlossplatz. Deutsche, argentinische, mexikanische und englische Fans feierten friedlich zu Songs wie "I don`t like Mondays", "Banana Republic" oder "A Hole to Fill ".

( 2006-06-27 - Quelle: sport.ard.de )
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